Würdevoller Abschied von Claudius Molling

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In stiller Würde und tiefer Verbundenheit von Claudius Molling, einem Südtiroler Freiheitskämpfer, der sein Leben der Heimat, ihrer Geschichte und ihrem Selbstverständnis gewidmet hatte und am 31. Dezember 2025 im Alter von 93 Jahren starb, auf dem Wiltener Friedhof wurde Abschied genommen

„Sein Wirken war getragen von Überzeugung, Standhaftigkeit und der tiefen Liebe zu Tirol – Werte, die ihn auszeichneten und die weit über seine Zeit hinauswirken“, erzählt AHBT-Obmann Alois Wechselberger.

Zur Verabschiedung versammelte sich ein eindrucksvolles Stelldichein der freiheitlichen und heimatverbundenen Persönlichkeiten Tirols und Südtirols. Unter den Anwesenden befanden sich Eva Klotz, ebenso die früheren Landeskommandanten des Südtiroler Schützenbundes Elmar Thaler und Roland Seppi, sowie der aktuelle Landeskommandant Christoph Schmid, die mit ihrer Präsenz dem Verstorbenen Respekt und Dank erwiesen.

Vertreten war auch die Europa Union Tirol durch Günther Ploner, die Alt-Tyroler Schützen durch Hans Moser, der Andreas-Hofer-Bund von Tirol durch Obmann Alois Wechselberger sowie der Andreas-Hofer-Bund für Tirol in Deutschland durch Hermann Unterkircher. Auch der frühere Gemeinderat Gerald Depaoli erwies Claudius Molling die letzte Ehre.

Krankheitsbedingt konnten Roland Lang und Meinrad Berger vom Südtiroler Heimatbund nicht persönlich teilnehmen. Ihre Verbundenheit brachten sie jedoch durch einen besonders schönen Kranz zum Ausdruck – ein stilles, aber sprechendes Zeichen der Anteilnahme und Wertschätzung. Als kulinarisches Präsent wurden Schwedenbomben verteilt.

Befremdlich blieb der Umstand, dass keine Vertreter der gegenwärtigen Südtiroler und Nordtiroler Landespolitik anwesend waren. Ein weiteres Mal zeigte sich damit, wie sehr das Thema der Freiheitskämpfe und ihrer Protagonisten nach wie vor ignoriert und ausgeklammert wird – trotz ihrer historischen und identitätsstiftenden Bedeutung für das Land.

Im Anschluss an die offizielle Verabschiedung fand man sich noch zu einer kleinen, persönlichen Runde im Bierstingl zusammen. In kameradschaftlicher Atmosphäre wurde über Südtirol, seine Geschichte und die aktuellen politischen Entwicklungen gesprochen – ganz im Sinne von Claudius Molling, der den offenen Diskurs und das klare Wort stets geschätzt hatte.

„Claudius Molling hinterlässt eine Lücke, aber auch ein Vermächtnis. Sein Name bleibt verbunden mit dem unbeugsamen Willen zur Freiheit, mit Treue zur Heimat und mit dem Mut, auch gegen den Strom zu stehen“, schließt Wechselberger.

Ein Leben für Tirol – ein Abschied in Würde.