Der Andreas-Hofer-Bund für Tirol erinnert mit dieser Presseaussendung an Hermine Mayr Wwe. Orian, die am 15. Mai 2025 im gesegneten Alter von 106 Jahren verstorben ist.
Mit ihr verlor Südtirol eine außergewöhnliche Zeitzeugin und Persönlichkeit, die in dunklen und schweren Zeiten Mut, Entschlossenheit, Verantwortung und Haltung eindrucksvoll bewiesen hat. „Als Katakombenschullehrerin setzte sich in einer Epoche der Unterdrückung mit großem persönlichem Risiko für den Erhalt der deutschen Muttersprachen und der kulturellen Identität Südtirols ein“, berichtet AHBT-Obmann Alois Wechselberger.
Ihr Wirken bleibt unvergessen; es steht beispielhaft für jenen stillen, aber unbeugsamen Widerstand, der die Südtiroler Geschichte wesentlich geprägt hat.
Wechselberger würdigt Orian auch ein Jahr nach ihrem Tod als eine Frau von außergewöhnlicher Courage und innerer Stärke:
„Sie hat nicht gefragt, was bequem ist, sondern was richtig. Ihr Einsatz für Sprache, Kultur und Heimat wird uns immer Vorbild bleiben. Mit ihrem langen Leben hat sie uns allen ein leuchtendes Zeichen gesetzt, dass Identität niemals verhandelbar ist. Ihr Vermächtnis verpflichtet uns, diesen Weg der Erinnerung und der Treue weiterzugeben.“
Der Andreas-Hofer-Bund für Tirol erinnert auch daran, dass Hermine Mayr Wwe. Orian kurz vor ihrem Tod mit dem Verdienstkreuz des Landes Tirol ausgezeichnet wurde – eine Würdigung, die jedoch einen Teil ihres Lebenswerks sichtbar machen konnte. Der Herzenswunsch, die österreichische Staatsbürgerschaft wiederzuerlangen, wurde ihr bis zum Schluss verwehrt.
„Ihr Lebensweg steht für Treue, Opferbereitschaft und unerschütterliche Liebe zur Heimat. Ihr Name wird im Bewusstsein kommender Generationen weiterleben – als Mahnung, als Vorbild und als Verpflichtung, auch ein Jahr nach ihrem Tod“, schließt Wechselberger, der auch am Gedenkgottesdienst zum ersten Jahrtag am Sonntag in Schenna teilnehmen wird.


