Solidarität mit Nicol Delago – Hassangriffe auf erfolgreiche Sportlerin sind inakzeptabel

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Solidarität mit Nicol Delago – Hassangriffe auf erfolgreiche Sportlerin sind inakzeptabel

Der Andreas-Hofer-Bund für Tirol (AHBT) bekundet seine uneingeschränkte Solidarität mit der Süd-Tiroler Skirennläuferin Nicol Delago. In den letzten Tagen wurde die Grödnerin, die in der Abfahrt in Tarvis als Erste abschwang und damit eine der größten Leistungen ihrer Karriere feierte, Opfer hämischer und diskriminierender Kommentare im Internet. „Anstatt den sportlichen Erfolg in den Mittelpunkt zu stellen, dominieren in den (un)sozialen Medien Forderungen nach einer einsprachigen Loyalität – gepaart mit einem offenen Spott über ihre ladinische Muttersprache“, berichtet Obmann Alois Wechselberger.

„Sport sollte verbinden – nicht spalten. Nicol Delago hat für ihre sportliche Höchstleistung Anerkennung verdient, nicht Angriffe aufgrund ihrer Herkunft und Sprache“, erklärt Wechselberger. „Jeder Mensch hat das Recht, stolz auf seine Kultur und Identität zu sein, ohne dafür angefeindet zu werden. Respekt vor Mehrsprachigkeit und Vielfalt gehören zur gelebten Realität unserer Heimat.“

Der AHBT weist Hasskommentare, die sportliche Leistungen herabwürdigen oder Minderheitenrechte in Frage stellen, entschieden zurück. Solche Angriffe offenbaren nicht nur mangelnden Respekt, sondern auch eine gefährliche Tendenz, Sprache und Identität als Loyalitätstest umzudeuten.

„Die Ereignisse um die ladinische Skirennläuferin Nicol Delago zeigen, wie bedeutend es ist, dass wir als Gesellschaft zusammenstehen – gegen Ausgrenzung und für den gegenseitigen Respekt. Unserer Überzeugung nach kann die Anerkennung kultureller Vielfalt nur gestärkt werden, wenn wir an den Grundwerten der Menschenrechte festhalten“, so Wechselberger weiter.

Für den Andreas-Hofer-Bund für Tirol steht fest: Sportliche Errungenschaften unserer Landsleute sind ein Grund zur Freude für Tirolerinnen und Tiroler – unabhängig, ob sie aus Ladinien, dem Außerfern, aus dem Villgratental oder aus Trient sind. „Die uneingeschränkte Solidarität mit Nicol Delago ist Ausdruck des kollektiven Respekts für Leistung, Vielfalt und Würde jedes Einzelnen“, schließt Wechselberger.