Claus Schenk Graf von Stauffenberg wurde 1907 auf Schloss Jettingen in Württemberg geboren. Er entstammte einer traditionsreichen Adelsfamilie und trat früh in die Reichswehr ein. Als Offizier galt er als pflichtbewusst, gebildet und tief im christlich-abendländischen Werteverständnis verwurzelt. Während des Zweiten Weltkrieges diente Stauffenberg an verschiedenen Fronten. Nach seinen schweren Verwundungen in Nordafrika – er verlor ein Auge, die rechte Hand sowie zwei Finger der linken Hand – kehrte er in den militärischen Dienst zurück.
Die Erfahrungen des Krieges und die Erkenntnis über die verbrecherische Politik des nationalsozialistischen Regimes führten ihn in den Kreis des militärischen Widerstandes. Zusammen mit anderen Offizieren und zivilen Persönlichkeiten plante er den Umsturz der Gewaltherrschaft. Am 20. Juli 1944 brachte Stauffenberg im Führerhauptquartier „Wolfsschanze“ eine Bombe zur Explosion. Das Attentat scheiterte, Adolf Hitler überlebte. Noch in derselben Nacht wurde Stauffenberg in Berlin erschossen. Tausende tatsächliche oder vermeintliche Mitverschwörer wurden anschließend verfolgt; viele von ihnen verloren ihr Leben.
Heute gilt Claus Schenk Graf von Stauffenberg als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des deutschen Widerstandes gegen die nationalsozialistische Diktatur. Seine Motive werden von Geschichtswissenschaftlern unterschiedlich bewertet, doch sein Entschluss, gegen die Diktatur zu handeln und dafür sein Leben einzusetzen, macht ihn bis heute zu einer Symbolfigur für Gewissensentscheidung und persönliche Verantwortung. Für den Andreas-Hofer-Bund für Tirol steht Stauffenberg als Mahnung, dass die eigene Heimatliebe, das eigene Verantwortungsbewusstsein und das eigene Gewissen untrennbar zusammengehören. Freiheit, Recht und Menschenwürde sind Werte, die jede Generation neu bewahren und mit friedlichen, demokratischen Mitteln verteidigen muss.
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