Nachruf des Andreas-Hofer-Bundes für Tirol zum Ableben von Franz Vittur

Mit dem Tod von Franz Vittur, der am 4. Oktober 98 Jahre alt geworden wäre, verliert die ladinische Gemeinschaft einen herausragenden Pädagogen, Kulturträger und unermüdlichen Bewahrer der ladinischen Sprache. Der Andreas-Hofer-Bund für Tirol nimmt in Dankbarkeit und großer Wertschätzung Abschied von einem Mann, der sein gesamtes Leben in den Dienst seiner Heimat, ihrer Menschen und ihrer kulturellen Identität gestellt hat.„Franz Vittur war weit mehr als ein bedeutender Schulmann. Als erster ladinischer Schulamtsleiter schuf er die Grundlagen für ein modernes ladinisches Bildungswesen und trug entscheidend dazu bei, die ladinische Sprache und Kultur nachhaltig zu stärken. Sein Wirken war geprägt von Weitsicht, Dialogbereitschaft und der tiefen Überzeugung, dass Sprache und Kultur die tragenden Säulen einer lebendigen Gemeinschaft sind“, berichtet Obmann Luis Wechselberger.
Der Andreas-Hofer-Bund für Tirol würdigt insbesondere seinen unermüdlichen Einsatz für die Bewahrung der kulturellen Vielfalt Tirols. Mit seinem Engagement hat Franz Vittur wesentlich dazu beigetragen, dass die ladinische Volksgruppe ihre Identität selbstbewusst leben und an die kommenden Generationen weitergeben kann.
Wechselberger erklärt: „Mit Franz Vittur verliert Tirol einen großen Brückenbauer zwischen Vergangenheit und Zukunft. Sein jahrzehntelanger Einsatz für die ladinische Sprache, für Bildung und für die kulturelle Identität unseres Landes verdient höchsten Respekt. Menschen wie Franz Vittur haben gezeigt, dass Heimat dort lebendig bleibt, wo Sprache, Geschichte und Werte mit Überzeugung weitergetragen werden. Sein Lebenswerk wird weit über seine Generation hinaus Bestand haben.“
Weiters betont Wechselberger: „Der Andreas-Hofer-Bund für Tirol verneigt sich vor einer Persönlichkeit, die mit Bescheidenheit, Menschlichkeit und großer fachlicher Kompetenz gewirkt hat. Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt seiner Familie sowie der gesamten ladinischen Gemeinschaft. Wir werden Franz Vittur ein ehrendes Andenken bewahren.“
Der Andreas-Hofer-Bund für Tirol spricht den Angehörigen sowie der gesamten ladinischen Gemeinschaft seine tief empfundene Anteilnahme aus. Franz Vittur hinterlässt ein Vermächtnis, das weit über das Schulwesen hinausreicht und als bleibendes Zeichen für Verantwortung, Heimatverbundenheit und kulturelle Identität in Erinnerung bleiben wird.
Ruhe Sie in Frieden, Franz Vittur!

Mag. phil. Andreas Raffeiner

Bildquelle: LPA/Carlo Suani

Neueste Beiträge

Zweisprachigkeit: Grüne als Handlanger Roms?

Standhaftigkeit aller Tiroler Patrioten ist jetzt gefragt Das zunehmende Rütteln...

AHBT: Brenner-Zulauf darf nicht zum milliardenschweren Fass ohne Boden werden

Mit großer Sorge verfolgt der Andreas-Hofer-Bund für Tirol die...

AHBT: Zweisprachigkeit sollte im 21. Jahrhundert eine Selbstverständlichkeit sein

Der Andreas-Hofer-Bund für Tirol zeigt sich über den bekannt...

Die Meraner Hilfspost

Blicken wir kurz auf die Nachkriegswirren im Jahre 1918....

Ing. Josef „Sepp“ Felder: Ein Leben für Tirol

Ing. Josef „Sepp“ Felder war eine Persönlichkeit, deren Leben...

Verwandte Artikel

Populäre Kategorien