Land Tirol verweigert Ehrerweisung beim Heimgang Siegfried Stegers – AHBT sieht Erklärungsbedarf

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Am vergangenen Samstag wurde der letzte „Pusterer Bui“ und Freiheitskämpfer Siegfried Steger in Mühlen unter großer Anteilnahme der Bevölkerung, insbesondere der Südtiroler Schützen, zu Grabe getragen.

Nach Wahrnehmung des Andreas-Hofer-Bundes für Tirol blieben offizielle Vertreter beider Landesteile der Trauerfeier fern. „Weder der Landeshauptmann von Südtirol, Arno Kompatscher, noch der Tiroler Landeshauptmann Anton Mattle erwiesen dem Verstorbenen persönlich die letzte Ehre“, erklärt Alois Wechselberger, Obmann des AHBT. „Auch aus den Reihen aktiver Mandatare sowie der Nordtiroler Schützen war – mit Ausnahme einzelner Vertreter – nur geringe Präsenz festzustellen“.

„Seitens der Österreichische Volkspartei wurde ein ehemaliger Südtirol-Sprecher und Nationalratsabgeordneter außer Dienst gesichtet. Die Freiheitliche Partei Österreichs war lediglich durch eine in Südtirol geborene Abgeordnete vertreten. Auch die mediale Berichterstattung in Tirol fiel – sofern sie erfolgte – überwiegend knapp aus“, so Wechselberger.

Der Andreas-Hofer-Bund für Tirol sieht angesichts dieser Umstände Klärungsbedarf durch die politisch Verantwortlichen Nord- und Südtirols. Der Umgang mit historischen Persönlichkeiten und Ereignissen von landesgeschichtlicher Bedeutung wirft aus Sicht des Vereins Fragen zur Wertschätzung der Tiroler Zeitgeschichte auf.

„Unabhängig von unterschiedlichen politischen Bewertungen erwartet das AHBT eine respektvolle und würdige Haltung gegenüber Persönlichkeiten, die einen prägenden Abschnitt der Tiroler Geschichte mitgestaltet haben“, berichtet Wechselberger.

Wir werden uns weiterhin mit Nachdruck für seine Zielsetzungen einsetzen und die öffentliche Diskussion über die historische und politische Entwicklung Tirols intensivieren. Dabei betont der AHBT, dass er auf demokratische und rechtsstaatliche Mittel setzt.

„Zudem hält der Bund, dass ein sachlicher und offener Dialog zwischen den politischen Verantwortungsträgern beider Landesteile im Interesse der Bevölkerung dies- und jenseits des Brenners liegt“, schließt Wechselberger.