Im Rahmen der Vorstellung des Buches von Mag. Dr. Dominik Ender im Tiroler Landesarchiv, veranstaltet vom Traditionsverein „Reitende Tiroler Kaiserschützen“ unter Obmann Erich Hörmann, wurde auch eine Persönlichkeit geehrt, die weit über die Grenzen Tirols hinaus Anerkennung genießt: Univ.-Prof. Dr. med. Erhard Hartung.
In einer eindrucksvollen Laudatio wurde das jahrzehntelange und vielfältige Wirken des Geehrten gewürdigt. Hervorgehoben wurden nicht nur seine enge Verbundenheit mit dem Traditionswesen und seine Unterstützung zahlreicher kultureller und patriotischer Anliegen, sondern auch sein konsequentes Eintreten für Recht, Gerechtigkeit und historische Wahrhaftigkeit – insbesondere in der weiterhin offenen Tirol-Frage.
Univ.-Prof. Dr. med. Hartung gilt vielen als Mensch mit Haltung, Geradlinigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Sein Engagement als Unterstützer, Förderer und Mäzen verdient ebenso Anerkennung wie seine Bereitschaft, sich auch in schwierigen Zeiten unbeirrt für seine Überzeugungen einzusetzen.
Der Geehrte selbst nahm in seinen Worten Bezug auf das vorgestellte Buch und erinnerte daran, dass sein Vater, ObstLt. Franz Foltin, Leiter der 3. Eskadron der im Werk behandelten „Reitenden Tiroler Landesschützen“ war. Darüber hinaus schilderte Prof. Dr. med. Hartung eindrucksvoll Stationen seines beruflichen und patriotischen Lebensweges.
Besondere Aufmerksamkeit galt auch den bis heute bestehenden italienischen Urteilen gegen ihn im Zusammenhang mit den Ereignissen auf der Porzescharte im Jahr 1967. Mittlerweile steht außer Zweifel, dass es sich dabei um einen intern vertuschten Unfall des italienischen Militärs und nicht um einen Anschlag der sogenannten „Südtirol-Aktivisten“ handelte. Dennoch wirken die damaligen Entscheidungen bis heute nach. In seinem langjährigen Bemühen um Gerechtigkeit wird Prof. Dr. med. Hartung seit Jahren auch vom Andreas-Hofer-Bund für Tirol unterstützt.
Unter den zahlreichen Gästen befanden sich neben Familienangehörigen des Geehrten – darunter seine Schwester sowie zwei ihrer Söhne – auch Historiker, Vertreter des österreichischen Bundesheeres sowie Abordnungen verschiedener Traditionsverbände. Für den Andreas-Hofer-Bund für Tirol nahmen Obmann Luis Wechselberger sowie Organisationsreferent Peter Prantl an der Feier teil.
Musikalisch würdevoll umrahmt wurde der Festakt von der Musikkapelle St. Nikolaus in Innsbruck unter der Leitung von Stefan Gritscher. Mit der Aufführung eines lange verloren geglaubten Marsches der „Reitenden Tiroler Kaiserschützen“ verlieh sie der Veranstaltung einen besonders stimmungsvollen und historischen Rahmen. Die Ehrung von Univ.-Prof. Dr. med. Erhard Hartung war damit nicht nur Ausdruck persönlicher Wertschätzung, sondern auch ein Zeichen des Respekts gegenüber einem Lebenswerk, das von Treue zur Heimat, Standhaftigkeit und dem Einsatz für Wahrheit und Gerechtigkeit geprägt ist.


