Die Welt ist im Umbruch – Tirol darf nicht schlafen

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Die Welt befindet sich in einem tiefgreifenden Umbruch. Alte, verkrustete Systeme geraten ins Wanken, politische und wirtschaftliche Gewissheiten lösen sich auf, neue Machtzentren und Konfliktlinien entstehen. Was gestern noch als unverrückbar galt, wird heute infrage gestellt. In dieser Phase globaler Neuordnung darf Tirol nicht schlafen – sonst läuft es Gefahr, historische Chancen zu übersehen.

„Wir erleben derzeit, wie bestehende Ordnungen zerbrechen und neue Möglichkeiten entstehen. Gerade in solchen Zeiten ist es gefährlich, passiv zu bleiben oder sich in vermeintlicher Stabilität einzurichten oder in angeblicher Sicherheit zu wähnen“, erklärt Alois Wechselberger, Obmann des Andreas-Hofer- Bundes für Tirol.

Die großen Herausforderungen unserer Zeit – geopolitische Spannungen, wirtschaftliche Machtverschiebungen, Energiefragen, Migration und Identität – verlangen nach mutigen Denkansätzen. „Beispiele wie die Ukraine, Venezuela, der Iran oder auch – auf den ersten Blick utopisch – Diskussionen rund um Grönland oder Island zeigen, dass selbst lange festgeschriebene geopolitische Konstellationen nicht mehr tabu sind. Grenzen, Einflusszonen und staatliche Strukturen werden international neu gedacht“, weiß Wechselberger.

Vor diesem Hintergrund richtet sich der Blick des Andreas-Hofer-Bundes auch auf die Politik der Vereinigten Staaten unter Präsident Donald Trump. Wechselberger betont dabei ausdrücklich eine kritische Distanz: „Der sogenannte Trumpismus ist kein einfaches Vorbild. Er ist ein widersprüchlicher Politikstil – eine Mischung aus Populismus, Konservatismus, Autoritarismus, Protektionismus, Wirtschaftsliberalismus, Nationalismus und Isolationismus. Vieles daran sehen wir kritisch.“

Und dennoch: Gerade dieser Stil hat gezeigt, dass scheinbar Unmögliches plötzlich auf die internationale Agenda kommen kann. „Trump hat bewiesen, dass eingefrorene Debatten wieder geöffnet werden können – unabhängig davon, ob man seine Methoden gutheißt oder nicht“, so Wechselberger. Aus diesem Grund setzt der Andreas-Hofer-Bund ein bewusstes Zeichen: Donald Trump wird die Welt – symbolisch – auf Deutsch, Italienisch und Anpezanisch grüßen, um auf eine ungelöste Frage im Herzen Europas aufmerksam zu machen: die Tirolfrage.

„Tirol ist kein Randthema der Geschichte, sondern eine offene Wunde Europas“, erklärt Wechselberger. „Es geht nicht um Rückwärtsgewandtheit oder Nationalismus, sondern um Selbstbestimmung, kulturelle Identität und demokratische Verantwortung.“

Der Andreas-Hofer-Bund für Tirol ist überzeugt: Ein wiedervereintes Tirol, getragen von drei gleichwertigen Sprachgruppen, könnte ein Modell für Europa im Kleinen sein – ein Raum, in dem Vielfalt nicht trennt, sondern verbindet. „Wir sind es unseren Kindern und Kindeskindern schuldig, diese Frage nicht länger zu verdrängen. Nur ein starkes, vereintes Tirol kann dauerhaft friedenstiftend wirken und zeigen, dass europäische Vielfalt kein Widerspruch, sondern eine Stärke ist“, betont Wechselberger.

„Die aktuelle Weltlage fordert Mut zum Denken außerhalb gewohnter Bahnen. Tirol darf diese Zeit nicht verschlafen. Denn zu viel Lethargie und zu viele Liebkosungen mit autonomiefeindlichen Kräften könnten ein böses Erwachen geben“, so Wechselberger abschließend.

 

PS: Diese Presseaussendung wurde auch in Englisch und in Italienisch verfasst und an Medien in Italien und in die USA geschickt.