AHBT stärkt Wipptalern und der Umwelt den Rücken – Verantwortung über plötzliche Solidarität der politischen Verantwortlichen

Seit vergangenem Jahr unterhält der Andreas-Hofer-Bund Tirol (AHBT) engen Kontakt mit der Initiative der „Brennerblockade“ rund um Bürgermeister Karl Mühlsteiger. Der AHBT hatte bereits im vergangenen Jahr unter anderem wegen der aus seiner Sicht verbesserungswürdigen Schutzmachtfunktion gegenüber dem südlichen, seit 1919 zu Italien gehörenden Teil Tirols sowie wegen der massiven Beeinträchtigung der Lebensqualität der betroffenen Anrainergemeinden im Wipptal eine Blockade der Brennerautobahn erwogen.

Den Behörden zufolge wurde sowohl dem AHBT als auch der Initiative rund um den Bürgermeister von Gries eine entsprechende Genehmigung verweigert. Wir begleiteten und beobachten das weitere Vorgehen der Initiative und betrachten die Entscheidung des Landesverwaltungsgerichts, die Blockade am Brenner zu genehmigen, als Erfolg für die vom Transit belasteten Anrainer der Brennerautobahn.

Es war und ist für uns logisch gewesen, dass höchste Vertreter des AHBT sich an diesem Samstag, dem 30. Mai, durch ihre Anwesenheit am Brenner mit Bürgermeister Mühlsteiger und der unter dem Versagen der Politik leidenden Bevölkerung solidarisch zeigen.

Erfreut, erstaunt und zugleich verwundert zeigt man sich darüber, dass plötzlich vom Landeshauptmann abwärts Vertreter aller politischen Parteien an dieser Notwehrhandlung auf der Brennerautobahn teilnehmen wollen. „Wenn einige (mitverantwortliche) Politiker nun zwar nicht in ihrer Amtsfunktion, sondern als Privatpersonen teilnehmen, gleicht dies wohl eher einem Wegschieben ihrer eigenen Verantwortung und ihres eigenen Versagens“, so Obmann Luis Wechselberger.

Die Bürger dies- und jenseits des Brenners werden die Politik in Nord- und Südtirol dennoch an ihren Entscheidungen und Erfolgen messen und nicht an bloß beruhigenden Symbolakten.

Wir gehen davon aus, dass die Landesregierung in Innsbruck unter Landeshauptmann Mattle gemeinsam mit der Bundesregierung endlich auch gegenüber Bayern, Deutschland und der EU Druck ausübt, um die vitalen Lebensinteressen von Land und Leuten endlich umzusetzen.

„Wir laden alle Bürgerinnen und Bürger ein, sich am kommenden Samstag solidarisch mit den Veranstaltern, vor allem aber solidarisch mit den Wipptalern sowie für den Erhalt von Lebensraum und Umweltschutz zu engagieren und dies durch eine möglichst rege Teilnahme an der Brennerblockade zu zeigen“, schließt AHBT-Obmann Luis Wechselberger.

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