AHBT fordert strukturierten Entwicklungsplan für abgetrennte Tiroler Gemeinden

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Der Andreas-Hofer-Bund für Tirol (AHBT) zeigt sich in Anbetracht der demografischen, sozialkulturellen und wirtschaftlichen Entwicklung der Gemeinden Valvestino und Magasa besorgt, die im Jahr 1934 von Tirol (Welschtirol) abgetrennt und der Provinz Brescia angegliedert wurden.

„Diese Orte kämpfen seit Jahren mit Abwanderung, Überalterung und fehlenden wirtschaftlichen Perspektiven. Wir sehen hier dringenden Handlungsbedarf“, erklärt AHBT-Obmann Alois Wechselberger.

Der AHBT regt die Erarbeitung eines auf fünf Jahre angelegten Entwicklungsplans zur Revitalisierung der betroffenen, sich im westlichen Alpenvorland oberhalb des Gardasees befindlichen Gemeinden an. Dieser soll zusammen mit lokalen Verantwortungsträgern, Bürgermeistern und der Bevölkerung entwickelt werden. Vorgesehen sind unter anderem Maßnahmen in den Bereichen Demografie, leistbarer Wohnraum, kommunale Infrastruktur sowie nachhaltige Arbeitsplatzschaffung.

„Zentral ist für uns, dass die betroffene Bevölkerung in einem transparenten und rechtskonformen Verfahren selbst über ihre zukünftige territoriale Zugehörigkeit entscheiden kann“, so Wechselberger.

Eine entsprechende Volksabstimmung müsse sorgfältig vorbereitet und von den zuständigen staatlichen Ebenen begleitet werden. Überdies fordert der AHBT eine umfassende Evaluierung der aktuellen Situation vor Ort, um Investitionsbedarf und Entwicklungspotenziale faktenbasiert zu erheben. Vertreter des Bundes werden hierzu Gespräche mit lokalen Politikern sowie mit den zuständigen Behörden in Brescia und Mailand führen.

Mit Blick auf Senator Meinhard Durnwalder betont der AHBT seine Gesprächsbereitschaft: „Wir stehen für eine konstruktive Zusammenarbeit bereit und erwarten uns eine Einladung zum Dialog. Unser Ziel ist eine sachliche, lösungsorientierte Diskussion im Interesse der betroffenen Bevölkerung.“

Abschließend unterstreicht der AHBT, dass historische Verantwortung, kulturelle Identität und wirtschaftliche Zukunftsperspektiven gleichermaßen berücksichtigt werden müssen. „Es geht uns nicht um Symbolpolitik, sondern um konkrete Perspektiven für die Menschen vor Ort“, so Wechselberger.