Am 9. Mai gedenkt der Andreas-Hofer-Bund für Tirol in ehrfürchtiger Verbundenheit des Geburtstages Ihrer Majestät Kaiserin Zita von Österreich – einer außergewöhnlichen Frau, deren Leben von Glauben,
Pflichtbewusstsein und unbeirrbarer Standhaftigkeit geprägt war. Kaiserin Zita verkörperte Werte, die heute aktueller denn je erscheinen: „Sie war gläubig, weltoffen, intelligent und standfest. In einer Zeit tiefster politischer Umbrüche blieb sie ihren Überzeugungen treu und ließ sich weder von linken noch von rechten Ideologien vereinnahmen“, berichtet AHBT-Obmann Alois Wechselberger.
Sie wurde zum Opfer radikaler Kräfte – von Sozialdemokraten, Kommunisten, Großdeutschen ebenso wie von Nationalsozialisten –, die das Erbe der Monarchie und die Einheit der alten Ordnung bekämpften. Gemeinsam mit ihrem Gemahl, Kaiser Karl I., hielt sie bis zu ihrem Lebensende an der Überzeugung fest, dass die Abtretung Südtirols an Italien Unrecht war.
Tirol, eines der historischen Kern-Kronländer der Habsburgermonarchie, blieb für beide untrennbar mit ihrer Verantwortung als Herrscher verbunden. Weder Kaiser Karl noch Kaiserin Zita verzichteten jemals auf ihre Herrscher- und Thronrechte – ein Zeichen ihrer tief empfundenen Pflicht gegenüber ihrem Volk.

„Kaiserin Zita war eine Frau von unerschütterlichem Glauben und moralischer Klarheit. Ihr Leben ist ein Vorbild an Treue, Würde und Opferbereitschaft“, betont Wechselberger.
Aufgrund ihres Festhaltens an ihren Rechten blieb Kaiserin Zita jahrzehntelang die Rückkehr nach Österreich verwehrt. Erst zu ihrem 90. Geburtstag wurde ihr die Einreise ermöglicht – ein historischer Moment, der durch das diplomatische Wirken von Bruno Kreisky in Zusammenarbeit mit Juan Carlos I. erreicht wurde. Viele Österreicher unterstützten damals ihre Heimkehr – darunter auch Luis Wechselberger selbst, der sie mehrmals im Schweizer Exil besuchte.
„Die Heimkehr Kaiserin Zitas war nicht nur ein persönliches Ereignis, sondern ein Akt der historischen Gerechtigkeit“, so Wechselberger weiter. „Sie hat gezeigt, dass Versöhnung möglich ist, ohne die Wahrheit zu verleugnen.“
Der Andreas-Hofer-Bund für Tirol sieht es als seine Aufgabe, das Andenken an Kaiserin Zita und Kaiser Karl wachzuhalten und die Werte zu vermitteln, für die sie standen: Glauben, Verantwortung, Standhaftigkeit und Liebe zur Heimat.
„Gerade in einer Zeit zunehmender Orientierungslosigkeit erinnert uns das Leben Kaiserin Zitas daran, dass wahre Größe im Dienst an höheren Idealen liegt“, schließt AHBT-Obmann Wechselberger.

