80 Jahre „Schwarzer Tag“ für Südtirol: Andreas-Hofer-Bund gedenkt der verweigerten Selbstbestimmung vom 30. April 1946

Am 30. April jährt sich zum 80. Mal jener Tag, an dem die Hoffnungen der Südtiroler auf eine Rückkehr zum Vaterland Österreich jäh zerschlagen wurden. Die Pariser Außenministerkonferenz lehnte 1946 das Selbstbestimmungsrecht der Südtiroler endgültig ab. Der Andreas-Hofer-Bund für Tirol (AHBT) erinnert an diesen historischen Tiefschlag und mahnt, die Forderung nach echter Freiheit nicht aufzugeben.

Für die Südtiroler war der 30. April 1946 ein Tag der tiefen Enttäuschung. Trotz der Unterschriftensammlung von 1946, bei der sich 158.628 Südtiroler – fast die gesamte erwachsene Bevölkerung – für die Wiedervereinigung mit Nord- und Osttirol aussprachen, entschieden die Siegermächte über die Köpfe der Menschen hinweg. Die Brennergrenze blieb bestehen, das Unrecht von 1919 wurde zementiert.

Obmann Alois Wechselberger: „Ein Diktat gegen den Volkswillen“

Der Obmann des Andreas-Hofer-Bundes für Tirol, Alois Wechselberger, findet deutliche Worte zum Gedenktag: „Der 30. April 1946 markiert einen der bittersten Momente unserer Landesgeschichte. Es war der Tag, an dem das demokratische Versprechen der Selbstbestimmung für Südtirol mutwillig geopfert wurde. Die Siegermächte ignorierten den klaren Willen einer überwältigenden Mehrheit der Tiroler Bevölkerung zugunsten geopolitischer Interessen.“

Wechselberger betont weiter, dass das spätere Gruber-De-Gasperi-Abkommen zwar ein Schutzinstrument war, aber niemals die ursprüngliche Forderung nach Freiheit ersetzen konnte:
„Die Autonomie war nur die zweitbeste Lösung – ein Notnagel, um das Überleben unserer Identität zu sichern, das ‚Minimum vom Minimum‘ Doch der Geist der Einheit Tirols lässt sich nicht durch Grenzsteine unterdrücken. Wir gedenken heute der Generation, die damals mutig für ihre Heimat eingestanden ist und trotz der Ablehnung in Paris nicht resignierte.“

Für den Andreas-Hofer-Bund bleibt das Datum eine stete Mahnung. Der AHBT sieht in der Erinnerung an den 30. April 1946 die Verpflichtung, sich weiterhin für die Tiroler Landeseinheit und den Schutz der Südtiroler Volksgruppe mit friedlichen und demokratischen Mitteln einzusetzen.

„Geschichte darf nicht vergessen werden, damit die Zukunft gestaltet werden kann. Unser Ziel bleibt das eines freien Tirols in einem Europa der Regionen,“ so Wechselberger abschließend.

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