2026 jährt sich die Tiroler Landesordnung von 1526 zum 500. Mal. Sie gilt als eines der wichtigsten Rechtswerke Tirols und entstand als Folge des Tiroler Bauernaufstandes. Erstmals wurden zentrale Anliegen der Bevölkerung in einer umfassenden Landesordnung festgeschrieben und damit wichtige Grundlagen für Rechtssicherheit und geordnete Verwaltung geschaffen. Aus Anlass dieses historischen Jubiläums erinnert der Andreas-Hofer-Bund für Tirol an die bleibende Bedeutung der Tiroler Landesordnung für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
„Die Tiroler Landesordnung von 1526 steht für den Mut, notwendige Veränderungen aufzugreifen und den Dialog über Konflikte zu stellen. Sie zeigt, dass nachhaltige Lösungen entstehen, wenn die Anliegen der Menschen ernst genommen werden“, betont AHBT-Obmann Luis Wechselberger.
Die Landesordnung von 1526 war weit mehr als eine Sammlung einzelner Gesetze. Sie regelte zentrale Bereiche des öffentlichen und privaten Lebens und bildete für Jahrhunderte die Grundlage der Rechtsordnung Tirols. Historiker sehen sie als direkte Folge der Ereignisse des Bauernkrieges von 1525 und der Verhandlungen zwischen dem Landesfürsten und den Vertretern der Tiroler Bevölkerung.
Der Andreas-Hofer-Bund für Tirol unterstreicht die Aktualität des Jubiläums: „Gerade in einer Zeit großer gesellschaftlicher Herausforderungen lohnt sich der Blick auf unsere Geschichte. Die Tiroler Landesordnung erinnert uns daran, dass Verantwortung, Gemeinwohl und Rechtssicherheit die tragenden Säulen eines funktionierenden Gemeinwesens sind.“
Mit dem 500-Jahr-Jubiläum soll nicht nur an ein herausragendes Kapitel der Tiroler Geschichte erinnert werden. Es bietet zugleich Gelegenheit, den Wert demokratischer Institutionen, einer unabhängigen Rechtsordnung und des konstruktiven Miteinanders neu ins Bewusstsein zu rücken. „500 Jahre Tiroler Landesordnung sind ein Anlass, stolz auf unser historisches Erbe zu sein und zugleich Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen. Geschichte verpflichtet uns, Freiheit, Mitbestimmung und Zusammenhalt auch kommenden Generationen zu sichern“, so Wechselberger.
„Es ist bedauerlich, dass ein Jubiläum von der historischen Bedeutung der Tiroler Landesordnung 1526 in der öffentlichen Berichterstattung bislang kaum wahrnehmbare Beachtung findet. Just in einer Zeit, in der viel über Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt diskutiert wird, wäre eine breitere mediale Auseinandersetzung mit diesem 500-jährigen Meilenstein unserer Geschichte wünschenswert. Die Tiroler Landesordnung von 1526 ist ein wesentlicher Teil unserer historischen Identität. Dass dieses außergewöhnliche Jubiläum bisher nahezu unbeachtet bleibt, ist schade. Geschichte lebt davon, erzählt und weitergegeben zu werden – nur so kann sie Orientierung für die Zukunft bieten“, schließt Wechselberger.

